29. Dezember 2017

Moment mal...

Minikleiner Monatsrückblick


Wie ich diese Zeit liebe - die Tage zwischen den Jahren.
Gammelig, planlos, glücklich. Alles kann, nichts muss. Vier Tage haben wir ausschließlich zu viert verbracht und sind uns kein 
bißchen auf den Wecker gegangen. Na schön, wir hatten hier auch einiges zu tun. Nach stunden-, ja tagelangen Aufbauarbeiten 
haben wir unter anderem einen Tischkicker im Wohnzimmer stehen (wie wir den da jemals wieder wegbekommen, ist ein 
anderes Thema...). Wir veranstalteten Kickerturniere, absolvierten eine Familienrallye (mit mehreren Spielen) und 
wechselten die Pyjamas möglichst spät (wenn überhaupt). 

Doch so langsam kehrt wieder "Normalität" ein und wir entwöhnen uns von den Gammeltagen.









Gesehen: Glückliche und aufgeregte Kindergesichter.

Gehört: "Der Weihnachtshase". Vorgetragen von einem Gechichtenerzähler im Nürnberger Sternenhaus. Eine wunderschöne Geschichte, 
die der Erzähler mit genau richtig dosierten und sehr ausdrucksstarken Gesten unglaublich lebendig erzählt hat. Ich kam zufällig in den Genuss, weil ich recht spontan die Klasse meines Kleinen dahin begleitete und es war schön zu sehen, wie die Kinder - bis auf einige 
wenige Ausnahmen - der Geschichte gebannt folgten. Süß war auch, als mein Kleiner mir die Geschichte am nächsten Tag nochmal 
erzählte und dabei genau die Gesten des Sprechers nachahmte.

Gelesen: "Die Melodie meines Lebens" von Antoine Laurain. "Meine kleine Welt" von Ewald Arenz und "Weihnachten mit Maigret" 

von Georges Simenon.

Gegessen: Raclette (wie geplant).Und jede Menge Lachs im Blätterteigmantel an den Weihnachtsfeiertagen (also ehrlich gesagt ZU viel 
davon, weil mein Mann eine Magenverstimmung hatte und ich alles alleine vernichten musste). Aber das Rezept ist so lecker, hier zu 
finden und unbedingt nachmachenswert! (Ich habe es nur in bißchen abgewandelt, da ich keine Pilze hatte. Ich nahm stattdessen 
Lauch und als Gewürz Fenchelsamen). Leckerschmecker!!!!

Getrunken: Sekt, Weihnachtsbier, Sherry, Espresso.
 
Geärgert: Über rein gar nichts (oder verdrängt?).

Gefreut: Über jeden neuen Buchstaben, den mein Kleiner in der Schule lernt. So werden die Leseübungen allmählich doch 
etwas abwechslungsreicher.

Gelächelt: Über meine beiden Süßen beim Krippenspiel. Für meinen Kleinen war es Premiere und er war natürlich der Süßeste 
von allen. Also ganz objektiv ;-)).  
Und als die Kinder uns vor zwei Tagen ein Drei-Gänge-Menu ganz alleine kochten. Das war so süß und richtig lecker! 
(wie die Küche hinterher aussah, ist ein anderes Thema...)

Gedacht: Welch vernünftiges Kind habe ich doch. Meine Tochter hat sich in der Adventszeit selbst ein Handyverbot auferlegt, 
weil sie findet, dass sie ohne Handy ausgeglichener wäre. Ich finde das klasse (sie hält es auch sehr strikt ein). Denkt man ein bißchen 
weiter, ist das allerdings auch sehr erschreckend (und dabei darf sie ohnehin nur ein Spiel (von uns abgesegnet) auf ihr Handy laden).

Geseufzt: Über die viel, viel zu kurze Adventszeit. Ich habe dieses Jahr noch nicht mal Plätzchen gebacken (geschweige denn Stollen etc.). Oder doch, aber nur die Unterteile für unsere Marshmallow-Schneemankekse. Na immerhin.

Getan: Die Schneetage so richtig genossen. Genauso wie meinen leuchtenden Stern im Wohnzimmer. Obwohl ich zu nichts gekommen 
bin, habe ich mich eigentlich relaxt und rundum wohl gefühlt. Und natürlich habe ich an etlichen Weihnachtsfeiern teilgenommen.
 
Gewundert: Über zwei Verkehrspolizisten, die den Verkehr an einer Kreuzung regelten, obwohl die Ampeln an waren (allerdings regelten 
sie unabhängig von den Ampelzeichen, was einige reichlich verstörte Verkehrsteilnehmer nach sich zog). Wäre es am 1. April passiert, 
hätte ich an einen Scherz geglaubt. 

Geplant: Mich an meine Brille zu gewöhnen!!

Gekauft: Eigentlich habe ich nur das Christkind unterstützt und... na schön, eine neue Lieblingstasse hat auch den Weg zu mir gefunden. 

Geklickt: Brrr, da fange ich direkt das Frieren an. 









Euch allen schöne, letzte 2017-Tage!
Und einen schönen Rutsch in ein hoffentlich gutes 2018.

Dezembergrüße
Jutta





21. Dezember 2017

Weihnachtsgrüße

Mit diesem süßen Engelchen - welches übrigens von "Der Heimelig mit der Möpp" stammt - verabschiede ich mich in eine kleine Weihnachtspause.





Ich wünsche euch allen wunderschöne Festtage und eine entspannte Zeit!

Glitzernde Weihnachtsgrüße
Jutta



14. Dezember 2017

Luciafest mit Lussekatter

War das ein herrlicher Tag gestern. Also erstmal war Santa Lucia, das skandinavische  Lichterfest, welches ich unglaublich schön finde (auch wenn ich es noch nicht real erlebt habe). Alleine das Lied "Santa Lucia" liebe ich. Sobald ich es höre, werde ich ganz ruhig und es wird mir weihnachtlich zumute. Okay, letztes Jahr habe ich es ein wenig inflationär eingesetzt, fast hätte man von einer Santa-Lucia-Lied-Sucht zu sprechen können, aber dieses Jahr höre ich es "gemässigt".





Und dann war es - nach über einer Woche - endlich mal wieder sonnig. 
Ich habe die Sonne genossen und bin direkt zu Fuß zum Einkaufen gegangen (das mache 
ich viel zu selten). Ich habe mir den eiskalten Wind ins Gesicht wehen und die Sonne auf 
die Nasenspitze scheinen lassen und es war einfach nur herrlich.




Trotz Sonnenlicht hätte es mit den Fotos aber fast wieder nicht geklappt, weil ich viel zu spät 
mit dem Backen begann. Zum einen, weil die Lussekatter ganz frisch und lauwarm natürlich 
am besten schmecken, aber auch weil ich - tadaaaaa - Trommelwirbel - zuvor den Großteil 
meiner Geschenke eingepackt habe. Das schaffe ich normalerweise nie-nie-niemals früher als 
allerhöchstens zwei Tage vor Weihnachten (oder in der Nacht davor). Ich bin völlig begeistert. 
Mit Ruhe und Muße macht es auch gleich viel mehr Spaß. Jetzt müssen nur noch die restlichen 
Geschenke rechtzeitig eintreffen und ich kann Weihnachten (zwar immer noch plätzchenlos, 
also eigene, aber) entspannt entgegensehen. 




Aber jetzt gibt es erstmal das Rezept für wunderbar fluffige Lussekatter
Die Menge ist relativ klein - es wurden nur sieben "Kätzchen" (= Katter) - weil wir nicht mehr brauchten 
und sie frisch einfach am Besten sind (auch wenn ich beim nächsten Hefeteilchenbacken Manos Rat befolgen werde und die Hälfte einfach einfriere). Also, wer eine größere Schar verpflegen möchte, 
nimmt einfach die doppelte Menge.


Zuerst gibt man eine gute Teelöffelspitze Safran (etwas mehr ist natürlich noch besser, aber mein Safranvorrat gab nicht mehr her), 90ml Milch und 30g Butter in einen Topf und erwämt alles, bis die Butter geschmolzen ist (Achtung, nicht kochen lassen!). Danach vermischt man 250g Mehl, ein halbes Päckchen Trockenhefe, 30g Zucker und eine Prise Salz. Dann wird die Safran-Milch-Butter-Mischung dazugegeben, genauso wie ein Ei und 40g Quark (20%) und zu einem glatten, geschmeidigen Teig verknetet. Ruhig noch ein bißchen länger kneten, um so besser und fluffiger wird das 
fertige Hefeteilchen dann.

Nun darf der Teig erstmal zugedeckt in der Schüssel an einem warmen Ort ruhen. 
Mindestens eine Stunde (Zeit, um Geschenke einzupacken ;-))

Den Teig aus der Schüssel nehmen, nochmals durchkneten und in sieben Stücke teilen. 
Die einzelnen Teile werden nun gerollt, bis sie etwa 30cm lang sind und dann jeweils s-förmig, 
entgegengesetzt von beiden Enden aufgerollt (um die typische Kätzchenform zu erhalten). 

Den Backofen auf 200 Grad (Ober-und Unterhitze) vorheizen und die Hefeteilchen noch kurz (wer 
Zeit hat gerne auch länger) gehen lassen. Zuletzt bestreicht man sie noch mit verquirltem Eigelb
gibt Knusperzimt darauf (oder eine Zucker-Zimt-Mischung) und setzt in die Mitte der 
beiden Enden jeweils eine Cranberry.

Das ganze wird dann etwa 10-12 Minuten gebacken. 
Danach hat man leckere Lussekatter und ein köstlich duftendes Zuhause!




Ursprünglich wollte ich noch echt schwedischen Glögg dazu machen, aber bei den 
vielen Terminen momentan, war dazu leider keine Zeit mehr. Kommt aber noch...


Schmausende Adventsgrüße
Jutta



9. Dezember 2017

Vorweihnachts-Schnipsel

So, nun wird es aber mal wieder Zeit, dass ich mich hier melde.
Ich dachte anfangs, dass es mir völlig einerlei wäre, ob der Advent nun eine Woche kürzer
oder länger dauert, aber Hilfe nein, ist es nicht!! Die Zeit ist viel zu kurz und rast noch dazu.
Ich habe das Gefühl, nichts zu schaffen.


 


Glücklicherweise habe ich energiegeladene und aktive Kinder, denn sonst säßen 
wir hier plätzchenmäßig noch auf dem Trockenen. So haben die beiden bereits zweimal
 Plätzchen gebacken. Ganz alleine und mit vielen Dekostreuseln und Guss - ist eh klar. 
(Und beim zweiten Mal wurde sogar von selbst die Küche aufgeräumt).




Nicht nur, dass meine Adventskalender gerade noch so fertig wurden, sie  kosten mich auch 
jetzt noch den letzten Nerv. Da etliche Geschenke zu groß für die Kalender waren, finden 
die Kinder sie irgendwo versteckt in der Wohnung (je nachdem, was auf dem Zettelchen steht). 
Das heißt ich muss nun ständig schauen, wann ich wieder ein Teil extra verpacken und wo ich es 
verstecken muss. Ich bin nur froh, dass der Kalender ganz offiziell von mir stammt (falls ich doch mal 
was vergesse - Christkind und Nikolaus gelten ja quasi als perfekt, denen würden solche Fehler nicht 
so leicht unterkommen ). Doch als meine Tochter neulich versehentlich die 9 statt die 6 öffnete 
und kein Päckchen da war, bekam ich doch kurz einen Schreck.




Einen Schreck bekam ich auch am Vorabend des Nikolaustages. Als ich gegen Mitternacht in den 
Keller ging und schwungvoll (und im Halbdunkeln) um die Ecke bog, um die versteckten Nikolaus-
geschenke zu holen, traf und trat ich (unglücklicherweise) auf eine Katze. Diese muss kurz vorher 
mit meinem Mann zur Tür hereingehuscht sein. Wir bekamen beide einen Riesenschreck, was 
die Katze allerdings nicht davon abhielt, bei uns bleiben zu wollen. 




Wer meinen Blog verfolgt, der weiß, dass ich mit Vögeln eigentlich im Clinch liege. Weil sie nämlich ständig mein Futter verweigern und scharenweise lieber den Nachbarn besuchen (okay, ambitionierte 300 Futterstellen sind schon ein Grund...) Und dabei würde ich hin und wieder so gerne in meinem bequemen Sessel sitzen, aus dem Fenster sehen und diese süßen, kleinen Tierchen beobachten. 

Aber ich will mal nicht so sein und deswegen habe ich ihnen dennoch einen Leckerei rausgehängt. Homemade. Mit Erdnüssen, Hirse und Äpfeln. Und wisst ihr was? Absolut erfolglos. Ich frage mich langsam ernsthaft, was mein Nachbar denen zum Füttern gibt. Als ich neulich im Garten war und mit Schwung die Tür meines Gartenhäuschens öffnete, flogen vom Nachbarbaum gefühlte 5.000 Vögel davon. Wäre die Sachlage nicht zu ernst, würde ich behaupten, dass es gar kein Vogelsterben gibt, 
sondern die vermissten Vögel alle im nachbarlichen Garten leben.


 

Und dann musste ich noch über mich selbst den Kopf schütteln. Anfang Dezember fiel mir auf, 
dass ich noch kein einziges Mal "Last Christmas" im Radio gehört hatte. Ich war empört. 
Und als es am 6. Dezember dann (endlich) lief, verdrehte ich genervt die Augen, dachte mir 
"Oh ne, nicht dieser alte Schinken"  und wechselte schnell den Sender. 




Und zu guter Letzt, habt ihr in den letzten Tagen mal in den Himmel geblickt?
Bei uns gab es schon drei Tage hintereinander sternenklaren Nachthimmel.
Einfach wunderschön!
Tut man sowieso viel zu selten, einfach so in den Himmel blicken.

Einen schönen zweiten Advent euch allen!

Vorweihnachtsgrüße
Jutta